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Wahlumfragen: Aufatmen bei der SPD?

19.02.2018 - Florian Heinrich

Nachdem die SPD in den vergangenen Tagen in Wahlumfragen von INSA, Forsa und Infratest Dimap auf dramatische 16% geschrumpft war - und damit drohte, von der AfD (15%) überholt zu werden - scheinen die Sozialdemokraten nun wieder etwas aufatman zu können. In der aktuellsten Umfrage von Emnid darf die Partei mit 19% auf bessere Zeiten hoffen. Ob dies nur eine Schwankung im statistisch normalen Fehlerbereich ist oder dies eine Trendwende bedeuten könnte, bleibt abzuwarten.

In jedem Falle sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Wahlumfragen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind. Mehr noch aber: Seid euch bewusst darüber, dass es in Deutschland und auch in anderen Ländern mehrere große Wahlforschungsinstitute gibt. Leider tun Medienvertreter oft so, als gäbe es nur eine einzige Wahlumfrage. Wenn ihr also das nächste Mal etwa das ZDF-Wahlbarometer seht, seid euch bewusst: Das ist nur ein Auszug von mehreren.

Wie tückisch Medien mit Wahlumfragen umgehen, konnte auch bei den US-Wahlen im Jahr 2016 beobachet werden. Wochenlang hörte man nur, dass Trump in allen Umfragen hinter Hillary Clinton sei. Dies waren nachweisliche Falschmeldungen, die vermutlich auf ein Nachplapper-Syndrom zurückzuführen sind, das im Journalismus weit verbreitet ist. Viele Journalisten geben Informationen unreflektiert wieder. Würden sie Informationen kritischer betrachten, wäre sicher jemandem aufgefallen, dass es in den USA viele verschiedene Umfrageinstitute gibt und dass die Ergebnisse ein ständiges Hin- und Her waren. Mal lag Trump vorne, mal Clinton, mal war es ausgeglichen.